Wie sieht es denn hier aus?!
Das darf ja wohl nicht wahr sein!
Das ist ja unmöglich!
Und du willst Messie sein!?
Kaffeetasse
Das war am Tag danach.
Das war Marita.
Marita ist auch Messie.
Der Tag danach war mein Geburtstag.
Ich habe Gäste eingeladen.
Ich habe Kuchen gebacken.
Das erste Mal seit Jahren.
Am Tag danach.
Alle haben sich wohlgefühlt.
Das erste Mal seit Jahren.
Ich lebe in einer wunderschönen Wohnung.
Seit dem Tag danach.



Ordner  
Übrigens der Tag danach war
Samstag, der 12. Juli 1997, mein
37. Geburtstag.

Ich bin Birgit, Bibliothekarin. Ich habe
vielseitige Interessen, bin kreativ und
praktisch veranlagt und sammle alles
mögliche.

Vor zwei Jahren habe ich das erste Buch
von Sandra Felton gelesen.
Seitdem weiß ich, daß ich Messie bin,
aber nicht sein will.


Ich habe alles mögliche versucht

Ich habe mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht.
Ich habe ausgeräumt, ich habe umgeräumt, ich habe aufgeräumt. Ich habe einen ganzen Sack (noch wirklich guter brauchbarer) Kleidung ausrangiert, den Toaster (der sicherlich noch hätte repariert werden können) auf den Sperrmüll gestellt, die Gesellschaftsspiele und Puzzles an die Nachbarkinder verschenkt. Es hat nicht viel genutzt.
Meine Wohnung blieb eine mir über den Kopf gewachsene. vollgestopfte Messiewohnung. Ich wußte einfach nicht, wie ich es ändern sollte. Ich war verzweifelt, deprimiert, gefangen in meiner Sackgasse: Messiewohnung. Ich schaffte es einfach nicht.

Ich träumte davon, eine ganz normale Wohnung zu haben.
Von der Arbeit zu kommen und mich auf meine Wohnung zu freuen. Ich träumte davon, meine Kollegin einfach mal eben so zu fragen: "Hast du nicht Lust auf einen Kaffee mit zu mir zu kommen?" Einfach mal eben so.
 
Stempel


Locher   
Manchmal wünschte ich mir insgeheim, der Blitz würde
einschlagen und mich von all diesem Plunder befreien.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, daß ich es soweit hatte
kommen lassen.

Ich schämte mich, nicht in der Lage zu sein, eine ganz "normale"
Wohnung zu bewohnen, obwohl ich es mir so sehr wünschte.
Wenn es doch jemanden geben würde, dem ich die
Verantwortung übertragen könnte, mein Chaos in eine ganz
normale Wohnung zu verwandeln. Wenn es doch ....

warum bloß hat damals in Köln die neugierige Schneidersfrau
die Heinzelmännchen vertrieben, warum?





Ich brauchte Hilfe

Die kam in einem Kleintransporter. Mit Namen Andrea und Gabi. Mit Bleistift, Papier und guten Ideen, mit leeren Kartons und großen Tüten, mit Werkzeugkasten, Bohrmaschine, Stichsäge, Regalbrettern und Akkuschrauber.
Mit viel Messieverständnis und praktischen Haushaltstipps, mit Staubsauger und leeren Aktenordnern, mit Geduld und Humor, mit Kontaktadressen von Kinderheimen in Rumänien, die dringend Kleidung, Spielzeug, Eßgeschirr und Bettwäsche brauchten, mit Preisen einer Spedition hier um die Ecke (für die Auslagerung einiger Kartons mit der Aufschrift: KWW = Kann wahrscheinlich weg, aber noch mal in Ruhe aussortieren), mit Adressen und Prospekten der örtlichen Baumärkte und den Öffnungszeiten der städtischen Mülldeponie.
mit einem für Freitag, den 11. Juli 1997, 13:30 Uhr vereinbarten Termin mit einem Installateur, der den (seit mehr als einem Jahr) defekten Wasserboilder in der Küche und die WC-Spülung reparieren sollte, und mit dem Versprechen, daß der Installateur nicht sofort die Flucht ergreift, wenn er diese Wohnung betritt. "Warum sollte er," fragte Andrea "er kommt doch erst am Freitag?"
Schraubenschlüssel  


Kaffeetasse Andrea und Gabi sind Freundinnen und arbeiten zusammen. Wir sind vor 20 Jahren zusammen zur Schule gegangen. Andrea studierte Architektur, Gabi Sozialarbeit.

Am 11. Juli 1997 um 21:10 stand ich vor meiner Haustüre und winkte einem weißen Kleintransporter nach, der links Richtung Autobahn abbog. Um 21:12 Uhr betrat ich eine ganz "normale" Wohnung.

Ich bin früh aufgestanden am 12. Juli 1997, meinem Geburtstag, um meinen ersten Morgen in meiner Nicht-Messiewohnung zu genießen und meinen Geburtstagskuchen zu backen. Den ersten seit Jahren.

Andrea und Gabi haben sicher noch geschlafen, um sich von vier schweren Arbeitstagen zu erholen.

Birgit L., Messie auf dem Weg

P.S.: Als der Installateur kam, stellte er seinen Werkzeugkoffer im Flur ab. Er reparierte den Wasserboiler. Er reparierte die WC-Spülung. Er trank einen Kaffee. Er sagte, daß am Wochenende mit Gewitter zu rechnen sei, dabei wolle er mit seinen Kindern grillen. Sonst sagte er nichts, er guckte auch nicht komisch.




Träumen Sie davon ...

  • aufzuwachen,
    ein Auge zu öffnen und ca. ein Dutzend rote Zipfelmützen durch einen Spalt in der Tür verschwinden zu sehen, das zweite Auge zu öffnen und festzustellen,

  • ein schönes Zuhause
    zu haben, das auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten, nach Ihren Wünschen, Träumen, Vorstellungen mit fachlicher Kompetenz geplant und gestaltet ist

  • mit minimalem Arbeitsaufwand
    einen einfach zu handhabenden und funktionalen Haushalt zu führen, Zeit und Kosten zu sparen

  • durch ein übersichtliches Ordnungssystem
    die richtigen Dinge zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben

  • Zeit genug
    zu haben, sich von den Dingen zu trennen, von denen Sie sich trennen können

  • Raum genug
    zu haben für Dinge, von denen Sie sich nicht trennen wollen

  • Neue Ideen
    in der Freiheit einer kreativen Ordnung zu verwirklichen.




Wir müssen Sie enttäuschen

... wir tragen keine roten Zipfelmützen ...

... aber alles andere machen wir schon
Wünschen Sie weitere Informationen,
dann rufen Sie uns einfach an, faxen oder mailen Sie uns:

RUND UM'S WOHNEN
Inh.: Dipl.-Ing. Andrea Balzer
Rheinbach 3
42349 Wuppertal

Tel.: 02191/6911692
Fax: 02191/6911693
E-Mail: messies@arcor.de